2018

Seit 2017 habe ich nun meine Segelleidenschaft zum Beruf gemacht und möchte Euch hier kurz meine bisherigen Erfahrungen mitteilen.

Ich segle für verschiedene Anbieter Kojenchartertörns in den schönsten Revieren auf überall auf der Welt. Ob Thailand, Karibik, das Mittelmeer oder die nahe Ostsee, alle Destinationen haben ihren speziellen Reiz.

Allen gemein ist aber, dass ich überall mit netten Menschen unterwegs war, zu denen ich zum grössten Teil noch Kontakt habe und auch wiederholt gesegelt bin.

Das gibt mir die Bestätigung, dass ich mit meiner Entscheidung der Berufung zu folgen richtig lag.

Gelegentlich höre ich von Mitseglern, dass ich ja so arbeite, wie andere Urlaub machen. Dies stimmt jedoch nur bedingt.

Richtig ist sicherlich, dass die Arbeit als Skipper häufig sehr angenehm ist, eine Yacht durch den Wind zu steuern, Abends in einer Bucht vor Anker zu liegen und mit der Crew bei einem Sundowner den tollen Segeltag zu verabschieden.

Das ist aber nur die eine Seite der Medaille.

Tatsache ist, der Skipper ist 24 Stunden auf Standby, ist für die Sicherheit der Crew und der Yacht zu jedem Zeitpunkt allein verantwortlich, ist Moderator bei Nicklichkeiten der Crew untereinander, Unterhalter, Reiseleiter und Segellehrer. Und dies alles über mehrere Wochen im Jahr am Stück.

Dazu kommen noch Akquise und einige Bürotätigkeiten.

So ist es verständlich, dass jeder Skipper auch mal eine Auszeit braucht, sei es frühmorgens mit einem Kaffee allein im Cockpit oder aber einen kurzen "Urlaub" daheim.

So mache ich es jedenfalls. Nach vier bis fünf Wochen ist in der Regel erst einmal Schluss und ich genieße die Zeit daheim bevor es mich dann wieder aufs Schiff in ein neues Revier zieht, um dann den Gästen wieder einen unvergesslichen Urlaub zu bieten.